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Grade hat das Robert Koch-Institut erste Ergebnisse des bundesweiten Kinder- und Jugendsurveys - kurz KiGGS - vorgestellt.
Die im Rahmen der Studie erhobenen Daten bieten einen breiten Überblick über den Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen
in Deutschland. Sie sind im internationalen Vergleich einmalig. Bei der Eröffnung der heutigen Veranstaltung sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit,
Marion Caspers-Merk: "Mit dem Kinder- und Jugendsurvey hat das Robert Koch-Institut ein richtungsweisendes Erhebungskonzept
entwickelt. Die vorliegenden Informationen ermöglichen es, nicht nur Aussagen darüber zu machen, was Kinder krank macht. Wir
können mit diesen Daten auch besser verstehen, welche Einflüsse Gesundheit fördern und erhalten. Damit wird eine verlässliche
Basis für Initiativen und Maßnahmen geschaffen, die auf die frühe und zielgerichtete Prävention von Störungen und Erkrankungen
gerichtet sind." Rund 18.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 0-17 Jahren wurden im Rahmen der seit Mai 2003 durchgeführten Studie medizinisch
untersucht und Jugendliche ab 11 Jahren auch ärztlich befragt. Bei Kindern unter 11 Jahren erfolgte eine Befragung der Eltern.
Darüber hinaus wurden zahlreiche Blut- und Urinproben ausgewertet. Im Mittelpunkt standen dabei die körperliche und seelische
Gesundheit. Angaben zum gesundheitsbezogenen Verhalten, wie Ernährung, Bewegung, Drogen- und Alkoholkonsum sowie zum Impfstatus
und Vorsorgeverhalten ermöglichten erstmals einen Rückschluss auf mögliche Erkrankungsursachen und deren Vorbeugung. Auch
die Auswirkungen von Umwelteinflüssen wurden bewertet. Dazu Marion Caspers-Merk weiter: "Die vorliegenden Ergebnisse der KiGGS-Studie liefern uns erste Antworten zu vielen wichtigen
Fragen. Zum Beispiel: Welche besonderen Lebensumstände ermöglichen es manchen Eltern, ihre Kinder zu den Vorsorgeuntersuchungen
zu bringen, während andere fernbleiben. Wir erfahren, dass 15 % der Kinder im Alter zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig
sind. Weitere 6 % leiden an Adipositas. Wobei Kinder aus sozial benachteiligten Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund
besonders betroffen sind. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die Angaben zu Sport und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen.
Fast täglich spielen 77 % der Kinder im Freien und 52 % machen wenigstens einmal in der Woche Sport. Aber auch hier zeigt
sich, dass Kinder aus Migrantenfamilien und den sozial schwächeren Schichten deutlich weniger sportlich aktiv sind. Wir werden
diese Informationen nutzen, um mit unseren Maßnahmen im Bereich der Prävention noch gezielter anzusetzen." Die bundesweite Untersuchung wurde vom Bundesministerium für Gesundheit initiiert und mit 9,36 Mio. Euro zum größten Teil
finanziert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligte sich mit 2,5 Mio. Euro. Weitere Bundesministerien und
das Land Schleswig-Holstein unterstützten einzelne themenbezogenen Erhebungen.
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